Freitag, 10. Oktober 2008

Wo ich schon war (dank an Chopin)

Hier sehen Sie, wo ich schon war.

Ausgezeichnet

Zu empfehlen: "Alice's Wonderland" des Staatsballetts Berlin in der Komischen Oper. Selbst Literatur kann man wunderbar in Tanz umsetzen, wenn Könner am Werk sind. Leider war der Besuch mehr als mäßig. Die Musik ist aus Werken des (Film)komponisten Nino Rota zusammengestellt (Fellinis "La Strada", "Der Pate"). Das Babelsberger Filmorchester haut rein, dass es eine Freude ist. Aber Vorsicht: Bei einigen Aufführungen kommt die Musik vom Band.

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Nein!



Zugegeben, Berlin ist schön, großstädtisch (gerade, wenn man aus der Provinz kommt) und sehr lebendig. Nicht zu übersehen sind allerdings die Nachwende-Architektursünden, die sich durch die ganze Stadt ziehen. Das Regierungsviertel zum Beispiel. Forsters Glaskuppel auf dem Reichstag ist natürlich o.k. Aber der Rest. Archtiktur der Macht durch und durch: Hauptsache groß und abweisend, dazu natürlich grau. Von offener Demokratie kann da keine Rede mehr sein, man sehe sich einmal die ensprechenden Bauten für die Abgeordneten an. Das Kanzleramt beweist auf wunderbarste, dass Politiker bitte nicht über Architektur entscheiden dürfen.

Eine ganz besondere Katastrophe sind allerdings die Verbindungsbrücken zwischen den beiden Abgeordnetenhäusern am Reichstag. Sie überbrücken die Spree natürlich nicht. Sie Blockeiren den Fluss. Offensichtlich zu Bequemlichkeit der Abgeordneten, gibt es zwei Stege, oben und unten. Die Brücken sind zudem von solch einem einfallslosen Design, dass jeder Baumarkt-Stil hochwertige Architektur ist. Und dies an einer Stelle, wo der Fluss eine Biegung macht, sich also von seiner besten Seite zeigt. Da kann man nur sagen: Augen zu.


Foto: Andreas Steinhoff / wikipedia

Unterwegs

Über die Städte der Welt werde ich berichten, immer dort wo ich hinkomme. Kleine Städte große Städte - nichts ist uninteressant.